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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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28,90 € |
-0,15 € |
-0,52 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006200108 |
620010 |
- € |
- € |
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INDUS neutral 05.07.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Aktie der INDUS Holding AG (WKN 620010) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln marktkonform entwickeln.
Die Gesellschaft konzentriere sich auf die Beteiligung an mittelständischen Firmen, die sich durch einen hohen Spezialisierungsgrad in ihrem jeweiligen Markt auszeichnen. Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften seien breit diversifiziert. Dadurch wolle INDUS eine weitgehende Unabhängigkeit von Branchen und der Konjunktur erreichen. Die Familie Dr. Winfried Kill verfüge über 53% der Aktien.
Das Unternehmen erwerbe profitable mittelständische Unternehmen und führe diese unter dem Dach der Holding weiter. Mittlerweile verfüge die Gesellschaft über 38 Firmen mit insgesamt 4.500 Mitarbeitern.
Im ersten Quartal des Jahres 2002 habe INDUS den Umsatz auf 142,2 Mio. Euro gesteigert. Die Erträge aus Beteiligungen haben sich auf 18,3 Mio. Euro erhöht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei mit 13,3 Mio. Euro unverändert geblieben. Der Konzernüberschuss sei auf 11,5 Mio. Euro geklettert.
Für das Gesamtjahr habe INDUS ein Umsatzwachstum von 14% auf 670 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Dazu sollen auch die vier Beteiligungen beitragen, die INDUS im ersten Quartal 2002 erworben habe. Unternehmensangaben zufolge werde der Gewinn im laufenden Jahr unterproportional steigen.
Im Geschäftsjahr 2001 habe INDUS den Konzernumsatz auf 589,2 Mio. Euro gesteigert. Die Erträge aus Beteiligungen haben sich auf 73,6 Mio. Euro erhöht. Das EBIT sei auf 71,6 Mio. Euro geklettert, während das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 44,7 Mio. Euro geschrumpft sei. Der Konzernüberschuss sei leicht auf 56,2 Mio. Euro gewachsen.
In diesem Jahr plane der Konzern noch einen weiteren Zukauf. In den kommenden Jahren sollen jeweils drei bis vier neue Beteiligungen eingegangen werden.
Der bisherige Vorstandschef und Großaktionär Dr. Winfried Kill wechsle in den Aufsichtsrat. Nachfolger als Vorstandsvorsitzender werde Helmut Ruwisch.
INDUS habe 80% der M. Braun GmbH übernommen. Der Systemanbieter für die Industrie habe im vergangenen Jahr mit 126 Mitarbeitern einen Umsatz von 32,3 Millionen Euro erzielt.
Rückwirkend zum 01. Januar 2002 habe INDUS 70% der Weigand Bau GmbH erworben. Das Unternehmen sei auf den Kabel- und Rohrleitungsbau spezialisiert und konzentriere sich insbesondere auf das Verlegen von Glasfaserkabeln. Weigand habe im vergangenen Jahr mit 70 Mitarbeitern rund 18 Mio. Euro umgesetzt.
Zu 90% habe INDUS die ASS Maschinenbau GmbH übernommen. Der Hersteller von Greifer- und Robotersystemen habe in 2001 mit 55 Mitarbeitern einen Umsatz von über 8 Millionen Euro generiert.
Komplett erworben habe der Konzern die Firmengruppe Schäfer. Der Formen- und Modellbauer für die Automobil- und Luftfahrtindustrie habe im vergangenen Jahr mit 90 Mitarbeitern 15 Mio. Euro erlöst.
Sowohl die Jahreszahlen für 2001 als auch der Bericht für das erste Quartal 2002 haben im Rahmen der Erwartungen gelegen. INDUS sei ein günstig bewerteter Titel mit einer hohen Dividendenrendite. Nennenswertes Wachstum scheine momentan aber nur durch Akquisitionen möglich. Da sich Indus auf Mittelstandsbeteiligungen konzentriere, bleibe abzuwarten, wie sich die Basel-II-Vorschriften auf die Finanzierungskonditionen und damit auch auf die Gewinnsituation der Indus-Beteiligungen auswirken werde.
Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln nimmt die Aktien von INDUS als Marketperformer in die Beobachtung auf.
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